12.08.2004

CAC erhält Auftrag zur Errichtung einer Altölaufbereitungsanlage

Die Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH (CAC) mit Sitz in Chemnitz / Sachsen erhielt von der Mineralöl-Raffinerie Dollbergen GmbH den Auftrag für die Planung und Errichtung der Demonstrationsanlage „Erweiterte Selektiv-Raffination“ in Dollbergen / Niedersachsen. Der Leistungsumfang der CAC umfasst neben dem Projektmanagement, auch das Detail Engineering, die Beschaffung, die Lieferung und Montage einschließlich Stahlbau sowie die Inbetriebnahmeunterstützung. Im März 2005 soll die Altölaufbereitungsanlage nach nur einem Jahr seit Beginn der Arbeiten in Betrieb gehen. Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 13 Mio. Euro stellt dies die bisher größte Investition in der Unternehmgeschichte des Recyclingstandortes Dollbergen dar.

Die CAC - Nachfolger der Lurgi Life Science GmbH (LLS) - agiert seit dem 1. April 2004 als kompetenter Anbieter im Anlagenbau. Im Zuge der strategischen Neuordnung in der mg technologies ag wurde das Geschäft der LLS auf dem Wege eines Management Buy Outs auf die neu gegründete Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH übertragen. Die CAC hat innerhalb ihrer über 40-jährigen Chemieanlagenbau-Erfahrung am Standort Chemnitz bereits mehr als 160 Anlagen im Bereich der Raffinerie- und Gastechnik geplant, geliefert und in Betrieb genommen.

Die Mineralöl-Raffinerie Dollbergen GmbH setzte nach eigenen Aussagen bei der Auswahl ihrer Partner neben ökonomischen Aspekten besonders auf Kompetenz, Zuverlässigkeit, Termintreue und faire Geschäftsbeziehungen. Die Erfahrungen der CAC zeigen, dass Vertrauen und Kommunikationsbereitschaft wichtige Erfolgsfaktoren im Anlagenbaugeschäft sind. Aus diesem Grund werden Mitarbeiter der CAC im Rahmen dieses Auftrages zusammen mit Mitarbeitern des Auftraggebers in einem integrierten Projektteam arbei-ten. So ist sichergestellt, dass allen mit der Planung und Errichtung der Anlage verbundenen technischen und kommerziellen Projektumfängen mit einem Höchstmaß an Kompetenz und Qualität Rechnung getragen wird. Dabei wird die Anlage seitens der CAC so geplant, dass sie sich in die vorhandene Raf-finerieinfrastruktur des Standortes MRD Dollbergen anpasst und in den Ge-samtkomplex eingebunden ist. Die Kapazität der Anlage zur Aufbereitung von Altölen wird 80.000 t/a betragen.

Ausgangsstoffe der Demonstrationsanlage sind Vakuumdestillate aus Altölen, wie z.B. Motoren-, Getriebe-, Hydraulik- und Maschinenöle. Diese Altöle sind wertvolle Sekundärrohstoffe, denn wegen ihrer ursprünglichen Aufarbeitung zu Grundölen und den enthaltenen synthetischen Schmierstoffkomponenten (Polyalphaolefine) sind sie bereits hochveredelt. Das neue MRD-Verfahren wurde mit der Zielstellung entwickelt, die aus Altöl gewonnenen Vakuumdestillate zu qualitativ hochwertigen Basisölen weiterzuverarbeiten. Diese dienen als Grundlage für die Schmierstoffherstellung, insbesondere für Motorenöle. Das ökologisch und ökonomisch innovative Verfahren erlangt folgende Vorteile:

  • Völlig abfallfreies Verfahren
  • deutliche Verbesserung der Basisölqualitäten
  • Bedeutender Beitrag zur umweltverträglichen Lösung der Abfallproblematik
  • Verminderung von Geruchsemissionen
  • Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
  • Langfristige Sicherung des Raffineriestandortes Dollbergen

Das Interesse seitens der Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft ist angesichts der zahlreichen Vorteile so hoch, dass die EU das Projekt finanziell fördert. Mit dieser Technologie kann den zukünftigen Anforderungen an modere Schierstoffe Rechnung getragen werden.

Im Januar 2005 ist die mechanische Fertigstellung geplant. Im Anschluss daran erfolgt die systematische Inbetriebnahme der Anlage, welche bis zum 30. März 2005 abgeschlossen sein soll.

 
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