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Erdölaufbereitungsanlagen

 
       
 
Erdölaufbereitungsanlagen dienen zur Entgasung, Entwässerung und Entsalzung von Rohöl.

Die unmittelbar aus den Bohrlöchern gewonnenen Rohöle entsprechen in ihrer Zusammensetzung nicht den Erfordernissen zum sicheren und problemlosen Transport in Rohrleitungen, da sie Verunreinigungen, einen Gasanteil und vor allem Wasser enthalten.

Erdölaufbereitungsanlagen sind geeignet, solche störenden Beimengungen, insbesondere Erdölbegleitgas, Salze und Wasser, zu entfernen und Rohöl in Pipelinequalität zu erzeugen. Darüber hinaus kann bei Bedarf das Abwasser (Sole) so aufbereitet werden, dass es zum Verpressen in Bohrlöchern geeignet ist.
Typische Kapazitäten der Anlagen zur Erdölaufbereitung liegen zwischen 3 und 9 Mio. t/a (gegebenenfalls auch bis 1 Mio. t/a) bezogen auf das Fertigprodukt.
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Erdölaufbereitungsanlage in Russland
     

Rohstoffe und Produkte

   

Rohstoff

   
Als Rohstoffe für die Anlagen zur Erdölaufbereitung dienen vorentgaste Rohöle, die meist von mehreren Bohrlöchern zusammengefasst über eine Rohrleitung angeliefert werden.    
     

Produkte

   
Mit der Erdölaufbereitungsanlage werden die folgenden Produkte hergestellt:
  • Aufbereitetes Rohöl
    Folgende Qualitätsparameter werden erreicht:
    Salzgehalt < 40 mg/l
    Wassergehalt < 0,2 ma-%
    Druck nach Erfordernis (z.B. 30 bar(Ü))
    Temperatur ca. 40 °C (d.h. vorzugsweise so, dass die Viskosität bei etwa 5 mm²/s liegt)
  • Nebenprodukte
    Als Nebenprodukte fällt Heizgas (H2S-haltig) an, dessen Menge von der Rohstoffquantität abhängig ist. Die Abgabebedingungen hinsichtlich Qualität und Druck/Temperatur sind variabel.
  • Abprodukte
    Im Prozess der Erdölaufbereitung fällt Formationswasser mit einem hohen Salzgehalt und einem Restölgehalt von weniger als 30 mg/l an. Dieses Wasser kann in eine Deponiebohrung verpresst werden. Bei Bedarf kann es in zusätzlichen technologischen Schritten für weitergehende Verwendungszwecke aufgearbeitet werden.

    Als weitere Abprodukte sind die Rauchgase aus den gasbefeuerten Öfen zu betrachten.
   
     

Prozess

Zur Aufbereitung des Rohöls wird kein spezielles abgeschlossenes Verfahren angewandt, vielmehr geht es darum, einzelne funktionelle Einheiten zu einem optimal funktionierenden Komplex zusammenzufügen. Dabei wird Wert auf robuste Ausrüstungen gelegt, die auch unter schwierigen Bedingungen sicher arbeiten. Bei einzelnen Ausrüstungen wie z.B. Dreiphasenseperatoren und Elektroentsalzern kommen patentierte Lösungen zum Einsatz. Eine Stoffumwandlung ist nicht vorgesehen.

Eine Erdölaufbereitungsanlage umfasst neben dem technologischen Teil natürlich eine ganze Reihe von Hilfs- und Nebenanlagen. Das folgende Blockschema (Abb. 1) gibt einen Überblick über eine typische Gesamtanlage, wobei weitere Modifikationen möglich sind.
 
Gesamtkonzept eines Erdölaufbereitungskomplexes
Klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Darstellung
     

Vorteile

   
Der Vorteil des vorgestellten Anlagenkonzeptes besteht in der technologischen Kombination verschiedener Prozesseinheiten. Diese können so angepasst werden, dass die Anlagenerrichtung auf den unterschiedlichsten Baufeldbedingungen möglich ist.    
     

Referenzen

   
In den vergangenen Jahren wurde eine große Anzahl Erdölaufbereitungsanlagen gebaut und in Betrieb genommen, vor allem in Westsibirien (Russland), aber auch in Kasachstan. Mehrere dieser Anlagen stehen bei Bedarf zur Besichtigung zur Verfügung.

Ab 1980 wurden 64 Erdölaufbereitungsanlagen an Standorten in den GUS-Staaten gebaut und in Betrieb genommen.
   
 
       

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