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Anlagen zur Herstellung von Styrol-(Co)-Polymeren
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Die universelle Polystyrol-Anlage gestattet die abwechselnde Herstellung einer breiten Palette von Polystyrolkunststoffen durch Massepolymerisation. In Abhängigkeit von den Erfordernissen des Marktes kann so flexibel reagiert und die Produktion des Endproduktes mit nur kurzen Umstellzeiten angepasst werden.
Rohstoffe und Produkte
Roh- bzw. Hilfsstoffe
Als Roh- bzw. Hilfsstoffe werden Styrol, Acrylnitril, Ethylbenzol, Butadienkautschuk, Graft-Kautschuk, Gleitmittel (Vaselinöl), Stabilisatoren, Peroxide und Weichmacher verwendet.
Produkte
Die Anlage ist für die Herstellung folgender Produkttypen ausgelegt:
- Polystyrol allgemeiner Verwendung (GPPS)
- Schlagzähes Polystyrol (HIPS)
- Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS)
- Styrol-Acrylnitril-Copolymer (SAN)
- Polystyrolcompounds mit Graft-Kautschuk und anderen Zusatzstoffen
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Prozess
Polystyrol wird durch radikalische Polymerisation von Styrol hergestellt.
Die Herstellung der Polystyrolkunststoffe erfolgt nach dem zugrundegelegten Verfahren durch Polymerisation in Masse.
Die Polymerisation erfolgt in einer technologischen Linie in einer Reaktorkaskade mit einem Konversionsgrad von bis ca. 85%. Die nicht reagierten Monomere und das Lösungsmittel werden im Prozess aus der Schmelze entgast und als gereinigtes Rückkondensat in den Prozess zurückgeführt.
Die Anlagenleistung für eine Polymerisationslinie und für jeden einzelnen herstellbaren Produkttyp (GPPS, HIPS, ABS, SAN) kann bis 50.000 t/a betragen. |
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Vorteile
- Das Verfahren ist universell und gestattet, in Abhängigkeit von den Erfordernissen des Marktes, abwechselnd die Herstellung von HIPS, ABS, SAN und Polystyrol in allgemeiner Verwendung.
- Die Herstellung eines breiten Sortimentes jeder der o.g. Produkttypen wird gewährleistet.
Eine Herstellung von Copolymeren des Styrols mit anderen Monomeren, aber auch von Dreifach-Copolymeren, ist möglich.
- Nur kurze Zeiten sind nötig, um die Anlage von einem Zielprodukt auf ein anderes Produkt umzustellen. Die anfallenden Zwischenprodukte können zu Spezialsorten verarbeitet werden.
- Die Leistung einer Polymerisationslinie kann bis 50.000 t/a bei einer Betriebsstundenzahl von 7920 h/a betragen.
- Eine Verringerung der Ausrüstungskosten durch optimierten Werkstoffeinsatz (ein Großteil der Ausrüstungen erfordert keinen Einsatz von Chrom-Nickel-Stählen) wird erreicht.
- Auf Wunsch des Kunden können auf speziellen Extruderlinien Spezialsorten (Compounds, Konzentrate) hergestellt werden.
- Der Prozess ist umweltfreundlich. Es fallen praktisch keine Abwässer an. Abgase werden zum Wärmeträgerofen geleitet und dort verbrannt. Feste Abfallprodukte können größtenteils zu Produkten zweiter Qualität verarbeitet werden.
Referenzen
- Anlage zur Herstellung von Polystyrol allgemeiner Verwendung für die Firma „Kaucuk“, Kralupy, Tschechische Republik, 1997.
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